Schießsportverein 1926 Jena e. V.

18. Januar: Jenaer Schützen Gaumeister
    In Gegenwart des Gauschützenführers wurden in Erfurt die Gauschützen­meister­schaften im Luft­büchsen­schießen mit Kugeln durchge­führt. Von den 16 angetre­tenen Mann­schaften aus Gera, Jena und Erfurt ging die Mann­schaft des Schießs­port­vereins Jena in der Gau­meister­klasse mit 674 Ringen als Sieger und Gau­meister hervor. Sieger in der Klasse A wurde Tele­funken Erfurt mit 668 Ringen, in der Klasse B Geffers & Co., Hoch­heim, mit 669 Ringen, in der Klasse C Brühler Schützen, Erfurt, mit 638 und in der Alters­klasse das Steiger­schützen­corps Erfurt mit 629 Ringen. Einzel­sieger wurden in der Meister­klasse Hermann Funk, Jena, mit 173 Ringen, in der Klasse A Artur Frenzel, Steiger­schützen Erfurt, mit 172 Ringen, in der Klasse B Rudi Strickrodt, Tele­funken Erfurt, mit 170, in der Klasse C Ludwig Schiffer, Geffers & Co., Hoch­heim, mit 169 und in der Altersklasse Karl Habermann, Steiger­schützen Erfurt, mit 171 Ringen.
22. Januar: Der Erfolg des Schießsportverein 1926 Jena
    Zu dem Bericht über das Gau­meister­schafts­schießen in Erfurt, das dem Schieß­sportverein 1926 Jena doppelte Meister­ehren brachte, erfahren wir noch folgende Einzel­heiten: Schon seit Jahren waren die gleich­mäßig guten Leistungen des zahlen­mäßig schwachen, sportlich aber recht starken Vereins in Fach­kreisen aufge­fallen. Er hielt auch seine sportliche Höhe, obwohl die meisten seiner Mit­glieder bei der Wehr­macht stehen. Daß er jetzt – nachdem er jahre­lang beim Gau­meister­schafts­schießen regel­mäßig guter Zweiter wurde – die Meister­schafts­würde und die wert­volle Trophäe nach Jena holte, ist nur die Krönung ziel­bewußten Stre­bens. Es ist aber auch das Ergebnis stets gepflegter Breiten­arbeit, was noch dadurch unter­strichen wird, daß auch die zweite Mann­schaft des Vereins recht gut abschnitt, belegte sie doch in der stark besetzten B-Klasse einen ehren­vollen zweiten Platz. Daß auch Breiten­arbeit zu Spitzen­leistungen führt, beweist das Erringen der Thüringer Einzel­meister­schaft durch Kamerad Hermann Funk.
    In der Thüringer Meistermannschaft kämpften die Kameraden Funk, Hofmann, Neubert und Hau­ben­sack. Den Erfolg in der B-Klasse holten für den Verein die Kameraden Ulbrich, Gebhardt, Wegel und Wallat. Auch in den Einzel­meister­schaften gab es für den Jenaer Verein außer dem Siege des Thüringer Meisters Funk noch weitere gute Ergebnisse, so wurden gegen starke Konkurrenz Neubert ringgleich mit dem 2. dritter in der A-Klasse und Dr. Wächter 2. in der Alters­klasse.
    Wie wir hören, dürfte der Schieß­sport­verein 1926 Jena auch zu den Deut­schen Meister­schaften einbe­rufen werden, die voraus­sicht­lich im März steigen.
3. März: Vom Schießsportverein 1926 Jena
    In der Hauptversammlung des Schieß­sport­vereins 1926 Jena konnten die Schieß­warte Haubensak und Funk einen Bericht über außergewöhnliche sportliche Erfolge des kleinen Vereins geben. Im Kampf um die Thüringer Gaumei­sterschaft 1942 Luft­büchse mit Kugel errang der Verein den 2. Platz. Die Vereins­meisterschaft Wehrmann­zimmer­stutzen fiel an Haubensak mit 718 Ringen in 5 Serien. Unter­kreis­meister und Kreis­meister in gleicher Waffe wurde Funk mit 165 Ringen. Vereins­meister in Luft­büchse mit Kugel wurde Funk mit 176 Ringen. Unter­kreis­meister und Kreis­meister die 1. Mannschaft mit 689 Ringen. Einzel­meister Hofmann mit 175, Alters­meister Dr. Wächter mit 173 Ringen. Verstärkt aufge­nommen wurde 1942 das Klein­kaliber­schießen. Der Verein beteiligte sich mit 2 Mann­schaften an den Runden­kämpfen in Klein­kaliber. Die erste Kampf­gruppe erreichte 2092 Ringe, die zweite 1873, Möricke 532 Ringe. Vereins­meister Klein­kaliber militäri­scher und belie­biger Anschlag wurde Funk. Eine Anzahl Freund­schafts­kämpfe wurden in Luft­büchse, Wehrmann­zimmer­stutzen und Klein­kaliber mit Erfolg ausge­tragen. Eine Anzahl Kameraden erhielt Aus­zeich­nungen des Deut­schen Schützen­verbandes.
    Der Jahresbericht des Vereins­führers Ullrich konnte das erfreu­liche Bild noch erwei­tern. An den Übungs­abenden nahmen sämt­liche Kameraden teil. Das Gau­meister­schießen in Erfurt am 17. Januar 1943 brachte dem Schieß­sport­verein 1926 Jena die Gau­meister­würde in Luft­büchse mit Kugel und dem Kam. Funk den Titel eines Thü­ringer Gau­meisters. Die Mann­schaft belegte als 2. der Klasse B einen guten Platz und war die viert­beste von 16 Mann­schaften. Der Schieß­sport­verein 1926 Jena {hatte} auch im Wehr­mann­zimmer­stutzen um die Gau­meister­schaft {ein gutes} Ergebnis im Gau. Nur durch ein von ihm {nicht} verschul­detes Mißge­schick kam er um die Meister­schaft.
    Zum Schluß dankte der Vereins­führer allen Kameraden für ihre Mit­arbeit. Dankbar hob er den Einsatz der Kame­raden hervor, die ohne jegliche Unter­stützung vorbild­liche Stand­anlagen geschaffen und erhalten haben. Vereins­führer Ullrich wurde wieder­gewählt und bestätigte seinen Beirat. /JZ/ {d.A.}

Quelle: /JZ/ - 1943

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Jena, den 18. August 2018 -