| (wahrscheinliche Melodie:
Bekränzt mit Laub usw.) |
- Es ist bekannt als eine alte Sitte
- Bis jetzt noch unverwehrt,
- Daß jährlich man in lieber Freunde Mitte
- Die Martinsgans verzehrt.
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- Wir hätten bald verpaßt die ganze Feyer,
- und wären angeführt;
- Doch Dank Herrn Schmidt und unserm Doppelmeyer,
- Die haben's arrangirt.
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| III |
IV |
- Drum sitzen wir zu rechter Abendstunde
- Bey unserm Martinsschmaus,
- Und nebst der Gans macht Heiterkeit die Runde,
- Man schließt die Sorgen aus.
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- Herr Martin preißt Gesang und Wein und Liebe,
- Doch Gansebraten nicht,
- Nun saget an, was uns noch übrig bliebe,
- Gäb's nicht ein solch Gericht.
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| V |
VI |
- Drum wer nicht liebt ein Viertel Gansebraten
- Gesang und Lieb' und Wein,
- Der paßt zu nichts - nicht zum Aristokraten,
- Kann Demokrat nicht seyn.
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- Was Doctor Martin
lobt, man muß es sagen,
- Erfreuet Geist und Herz,
- Doch eine halbe Gans für unsern Magen,
- Das ist doch auch kein Scherz.
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| VII |
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- Drum was der Himmel gütig uns gegeben,
- Nebst Sang und Lieb und Wein,
- Mög' auch der Gansebraten immer leben
- Im traulichen Verein!
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| Text wahrscheinlich von
Ferdinand Lorber (F. L.) |
| Quelle:
Universitätsbibliothek Jena, Signatur 8 Hist.lit.VI,138(12):1849 |
Jena, den 16. März 2006 -